© Hartmut Krenz
Flächendeckende Verankerung von BIM
Digitale Regelwerke - BIM-Implementierung im Bundesfernstraßenbau
Damit Regelwerke künftig maschinell für die automatisierte Modellprüfung nutzbar werden, müssen sie aus ihrer klassischen Textform in digitale, strukturierte Smart Standards überführt werden – serialisiert als XML gemäß dem internationalen NISO-STS-Standard. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurden dazu in einer Vorstudie bestehende Regelwerke des Straßen- und Ingenieurbaus systematisch analysiert und bewertet; darauf aufbauend wurden zehn Regelwerke auf das Autonomielevel 2 überführt, zwei davon – RE-ING und RStO – zusätzlich auf Level 4, unter Berücksichtigung des aktuellen Objektkatalogs Bundesfernstraßenbau. Die praktische Integration in Prüfwerkzeuge wurde in zwei Programmsystemen anhand eines Musterbeispiels demonstriert, ergänzt durch Vorgehensweisen für Management und Verwaltung digitaler Regelwerke, die eine dauerhafte Verbindung zwischen Prüfregeln und Ursprungsregelwerk sicherstellen.
Als zentrale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Einführung wurden die Bereitstellung geeigneter Infrastruktur, der Aufbau von Fachkompetenz, die Integration in bestehende Regelwerksprozesse sowie einheitliche Modellierungsrichtlinien identifiziert.
Das Projekt zeigt, dass digitale Regelwerke in Kombination mit Modellprüfung die Regelwerkskonformität erhöhen und Prüfprozesse deutlich beschleunigen können, weshalb die zukünftige Umwandlung analoger Regelwerke in Smart Standards empfohlen wird; die Ergebnisse wurden in einem Praxisdokument zur Ableitung von Modellprüfroutinen zusammengefasst, das als Handlungsanweisung für die weitere BIM-Implementierung im Bundesfernstraßenbau dient.
Projektdaten
| Auftraggeber | Bundesministerium für Digitales und Verkehr und Bundesanstalt für Straßenwesen |
| Leistungen Schüßler-Plan Digital | • BIM-Beratung |